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Burn-out im Sport
Die ersten Anzeichen von Burn-out können denen eines Übertrainings ähneln, einer körperlich-mentalen Überforderung durch ein zu intensives Trainingsprogramm. Der Begriff Burn-out bedeutet Ausgebranntsein. Im Gegensatz zur Stressreaktion ist eine schnelle Erholung nicht möglich. Ein Burn-out entwickelt sich langsam und bedarf spezieller Behandlungsmaßnahmen.
Es gibt verschiedene Definitionen und Theorien zum Burn-out, einige erklären sich über einen charakteristischen Phasenverlauf oder bestimmte Symptome. Typisch als Warnsymptom der Anfangsphase ist ein gesteigertes Engagement für die eigenen Ziele. Personen in dieser Phase arbeiten nahezu pausenlos, verzichten auf Erholungs- oder Entspannungsphasen, fühlen sich unentbehrlich und machen ihren Beruf zum hauptsächlichen Lebensinhalt. Körperlich zeigen sich Erschöpfung, Drehschwindel, Schlafstörungen, chronische Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. In der zweiten Phase wird das Engagement für das Erreichen eines Ziels reduziert, eine negative Einstellung und eine Vernachlässigung der Arbeit sind die Folge. Insgesamt fühlen sich die Betroffenen desillusioniert. Bestehen diese Probleme über einen längeren Zeitraum, führt das in der nächsten Phase zu weiteren privaten und beruflichen Einschränkungen mit emotionaler, mentaler und sozialer Verflachung. Vorrangige Gefühle sind Gleichgültigkeit, Einsamkeit und Desinteresse.
Als Maßnahme reicht in der Anfangsphase häufig noch eine ausgedehnte Erholung oder auch der Wechsel des Arbeitsplatzes. Trainingsreize sollten dringend reduziert oder sogar ganz ausgesetzt werden. Sollte das Burn-out-Syndrom schon längere Zeit bestehen, vergeht es keinesfalls von selbst wieder. Eine psychologische oder auch psychiatrische Behandlung wird notwendig.
Schon wegen ihrer Lebensbedrohlichkeit muss die Depression klar von der Burn-out-Erkrankung unterschieden werden. Die Depression ist eine sehr weit verbreitete psychische Störung, bei der es sich um einen emotionalen Zustand handelt, der durch starke Traurigkeit und Niedergeschlagenheit, Gefühle der Wertlosigkeit und Schuld und durch sozialen Rückzug gekennzeichnet ist.
Unter Work-Life-Balance versteht man im Allgemeinen eine Ausgeglichenheit zwischen Arbeits- und Privatleben. Work-Life-Balance ist damit eine optimale Burn-out-Prävention! Um Work-Life-Balance zu leben, sollten Sie sich Zeit nehmen, um sich über die eigenen Ziele, Wünsche und Werte klar zu werden. Was wollen Sie erreichen? Was ist Ihnen wichtig?
Dieser Text stammt aus dem Buch "Sportpsychologie im Triathlon" von Friederike Rasche, das 2011 bei spomedis erschienen ist.



