Wichtigste Marathonläuferinnen: Kathrine Switzer auf Platz 3

Die US-Zeitung Chicago Tribune hat Anfang Januar eine Liste der wichtigsten amerikanischen Marathonläuferinnen der Geschichte veröffentlicht. Mit dabei: spomedis-Autorin Kathrine Switzer auf dem dritten Platz.

Für seine Rangliste hat Philip Hersh verschiedene Kriterien herangezogen: Olympische Erfolge, eine dominierende Rolle über mehrere Jahre, Bestzeiten und Verdienste um den Sport. Das Ranking wird angeführt von Joan Benoit Samuelson, die 1984 in Los Angeles die Olympiapremiere des Frauenmarathons gewann. Auf Platz zwei führt Hersh Deena Drossin Kastor, die bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen Bronze gewann. Als einzige Amerikanerin konnte sie die Marke von 2:20 Stunden unterbieten.

Die Erfolge beider Läuferinnen wären jedoch nicht möglich gewesen ohne die Pioniertat von Kathrine Switzer, die 1967 beim Boston-Marathon als erste Frau in eine Männerdomäne einbrach und unter dem Kürzel K.V. Switzer gegen den Widerstand der Organisatoren das Ziel erreichte. Switzer ist seitdem eine weltweite Ikone des Frauensports. Ihre Autobiographie "Marathon Woman" ist vor wenigen Wochen bei spomedis erschienen.